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Molecular precision tools to fight hidden hunger
Molekulare Präzisionswerkzeuge gegen verborgenen Hunger


Germany
July 31, 2026

Source

More than 2 billion people worldwide suffer from micronutrient deficiencies called “hidden hunger”, because for millennia our crops were bred to increase yield while their potential to synthesize vitamins and to accumulate trace minerals was neglected. A new article published in NATURE outlines how latest advances in genetic technologies can help to enhance the nutritional quality and climate resilience of staple crops to fight the burden of hidden hunger.
 

More than 700 million people suffer from caloric hunger, and over two billion experience 'hidden hunger' due to micronutrient deficiencies. Climate change is worsening this crisis by reducing the nutritional value of major crops. The Green Revolution in the 1960s increased crop yields but often at the expense of nutritional quality. Traditional breeding methods face difficulties solving the problem, especially regarding vitamin production.

The authors: Dominique Van Der Straeten from Ghent University, Alisdair Fernie from the Max-Planck-Institute of Molecular Plant Physiology, and their colleagues outline how CRISPR–Cas and related genetic technologies can precisely enhance the vitamin and mineral content of crops, while also improving their resilience to climate-related stresses such as drought, salinity, and flooding. Present examples include the development of crops like golden rice (rich in provitamin A), folate-enhanced rice and potatoes, and gene-edited tomatoes with increased vitamin D. These innovations can help meet daily nutritional requirements through staple foods.

They suggest that biofortification through genetic technologies offers a cost-effective, long-term solution, with the potential to reach vulnerable populations quickly and to reduce the global burden of malnutrition. In view of the United Nations Sustainable Development Goal to achieve zero hunger by 2030, internationally harmonized and science-based regulations can accelerate the adoption of gene-edited crops, which is especially important in regions most affected by hunger and climate change. Education, public engagement, and international collaboration are crucial to ensure that biodiversity is preserved in both crop plants and ecosystems while at the same time innovations in next-generation breeding technologies benefit everyone.


 

Molekulare Präzisionswerkzeuge gegen verborgenen Hunger

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit leiden an Unterversorgung mit Mikronährstoffen – was auch als „verborgener Hunger“ bezeichnet wird. Der Grund: Über Jahrtausende wurden unsere Nutzpflanzen vor allem auf höhere Erträge gezüchtet. Ihre Fähigkeit, Vitamine zu bilden und Spurenelemente anzureichern, wurde dabei weitgehend vernachlässigt. Ein neuer Artikel in der Fachzeitschrift NATURE zeigt, wie neueste Fortschritte in der Gentechnologie dazu beitragen können, die Nahrungsqualität wichtiger Grundnahrungspflanzen zu verbessern und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu stärken.
 

Mehr als 700 Millionen Menschen leiden unter Kalorienmangel – dem „klassischen“ Hunger, aber über zwei Milliarden Menschen sind von „verborgenem Hunger“ betroffen, weil ihnen wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Der Klimawandel verschärft diese Krise zusätzlich, da er die Nahrungsqualität wichtiger Nutzpflanzen verringert.

Die „Grüne Revolution“ der 1960er-Jahre steigerte zwar die Erträge vieler Kulturpflanzen deutlich, ging jedoch häufig zulasten der Nahrungsqualität. Herkömmliche Züchtungsmethoden stoßen bei der Lösung dieses Problems bislang an Grenzen – insbesondere wenn es darum geht, den Vitamingehalt von Pflanzen zu steigern.

Die Autorinnen und Autoren des Artikels – Dominique Van Der Straeten von der Universität Gent, Alisdair Fernie vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und ihre Kolleginnen und Kollegen – beschreiben, wie CRISPR-Cas und verwandte genetische Technologien den Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Nutzpflanzen gezielt verbessern können. Gleichzeitig könnten solche Verfahren die Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber klimabedingtem Stress erhöhen, etwa gegenüber Trockenheit, Versalzung von Böden oder Überschwemmungen.

Bereits heute gibt es Beispiele für solche Entwicklungen: Dazu gehören „Goldener Reis“, der reich an Provitamin A ist, Reis und Kartoffeln mit erhöhtem Folatgehalt sowie gentechnisch veränderte Tomaten mit mehr Vitamin D. Solche Innovationen könnten dazu beitragen, den täglichen Bedarf an wichtigen Nährstoffen über Grundnahrungsmittel besser zu decken.

Die Autorinnen und Autoren betonen, dass Biofortifikation mithilfe genetischer Technologien eine kostengünstige und langfristige Lösung bieten kann. Sie birgt das Potenzial, besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen schnell zu erreichen und die weltweite Belastung durch Mangelernährung zu senken.

Mit Blick auf das Ziel der Vereinten Nationen, den globalen Hunger bis 2030 zu beenden, könnten international abgestimmte und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Regelungen die Einführung geneditierter Nutzpflanzen unterstützen. Davon könnten Regionen, die am stärksten von Hunger und Klimawandel betroffen sind am meisten profitieren.

Aufklärung, der Austausch mit der Öffentlichkeit und internationale Zusammenarbeit sind entscheidend, damit die biologische Vielfalt sowohl bei Kulturpflanzen als auch in natürlichen Ökosystemen erhalten bleibt – und damit zugleich möglichst viele Menschen von Innovationen in der modernen Pflanzenzüchtung profitieren können.



More news from: Max Planck Institute of Molecular Plant Physiology


Website: http://www.mpimp-golm.mpg.de

Published: July 31, 2026

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