Linz, Austria
February 28, 2012
Sonnenblumen verfügen in ihrem Jugendstadium nur über eine geringe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter und Ungräser. Doch jetzt gibt es eine Lösung dafür!
Vor allem bei kühleren Witterungsbedingungen sind Sonnenblumen sehr konkurrenzschwach. Erst ab einer Wuchshöhe von 40 - 50 cm werden später auflaufende Unkräuter gut unterdrückt. Lange Zeit standen zur Unkrautbekämpfung nur Vorauflaufherbizide zur Verfügung. Diese Präparate benötigen eine ausreichende Bodenfeuchte sowie ein feinkrümeliges Saatbett.
Seit einigen Jahren stehen nun herbizidtolerante Sonnenblumen zur Verfügung, die eine Reihe von Vorteilen bieten. Durch den Wechsel der Herbizidanwendung vom Vorauflauf zum Nachauflauf ist ein einfacheres Unkrautmanagement möglich, das keine so hohen Ansprüche an die Bodenbearbeitung und an Umwelteinflüsse stellt.
Durch die Beseitigung der Unkrautkonkurrenz - und zwar dauerhaft über die gesamte Wachstumsperiode - sind höhere Erträge möglich. Gleichzeitig wird auch die Qualität des Erntegutes (frei von Unkrautsamen) deutlich verbessert.
Die SAATBAU LINZ bietet mit ES AMIS eine agronomisch sehr interessante Ölsonnenblumensorte an, die tolerant ist gegen den Wirkstoff Imazamox.
Unkräuter sind mit 1,25 l/ha Pulsar 40 gut bekämpfbar (auch Wurzelunkräuter wie Disteln und Winden). Pulsar 40 ist registriert von 1. April 2012 - 30. Juni 2012 nach Art. 53 der VO1107/2009 (Notfall - situation im Pflanzenschutz).
Die Unkrautbekämpfung mit Pulsar 40 bietet eine sehr flexible Lösung mit einem Spritzfenster von 4 bis 6 Wochen, beginnend beim frühen Nachauflauf bereits im Zweiblattstadium. Die Unkrautwirkung erfolgt vorwiegend über das Blatt, ein geringer Teil wird auch über die Wurzeln aufgenommen. Dadurch werden auch später keimende Unkräuter und Ungräser (Hirsen) erfasst und das System bietet längeren Schutz.
ES AMIS ist eine mittellange, sehr standfeste Ölsonnenblume. In unseren Versuchen lieferte ES AMIS hohe Kornerträge und reift früh wie NK DELFI.
Sortenbeschreibung ES AMIS
ES AMIS wird in Packungseinheiten zu 150.000 Körnern (für 2,5 ha) angeboten.