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Nur Zwischenfruchtsaatgut im Sack? Rechtzeitige Kontrolle verhindert unliebsame Überraschungen


Germany
August 5, 2016

Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst Zuckerrübe

In diesen Tagen wird, wenn nicht schon geschehen, das Zwischenfruchtsaatgut für die kommende Aussaat gekauft. Um keine unliebsamen Überraschungen mit möglichen Verunreinigungen (Unkrautsamen, Sklerotien, …) zu erleben, kann ein zeitnaher Blick in den Sack lohnen. Einen guten Überblick erhält man, indem entnommene kleine Teilmengen aus mehreren Säcken in eine Schale oder auf ein weißes Tuch verteilt werden. Bei Zwischenfruchtmischungen erschwert sich natürlich, mit steigender Anzahl der Mischungsarten, die Identifikation von fremden Bestandteilen.

Neben schwer bekämpfbaren, „exotischen“ Unkrautsamen, die sowohl im Reinsaatgut als auch in Mischungen vorkommen können, sollte insbesondere bei Ölrettich-, Senf-, Sonnenblumen- und Ramtillkrautsaatgut auf Dauerkörper des Pilzes Sclerotinia sclerotiorum, sogenannte Sklerotien, geachtet werden. Die exotischen Unkräuter, oft Stechapfel oder Samtpappel, sind im Rübenanbau problematisch, da sie nur schwer auszuschalten sind. Die Dauerkörper (Sklerotien) sind dagegen für Rüben unproblematisch, allerdings muss beim Fruchtfolgeglied Raps mit erhöhter Weißstängeligkeit gerechnet werden.

Grundsätzlich hat das heutige Zwischenfruchtsaatgut durch verschiedene Aufbereitungsschritte einen sehr hohen Qualitätsstandard. Dennoch ist eine Kontrolle angeraten, um nötigenfalls noch reagieren zu können.

Ölrettich-Samen mit Sklerotien (s. Kreise)
Weizen, Sklerotien und Ölrettich
Samtpappel-Samen (Foto: Amada44, Wikimedia Commons)
Ambrosia-Samen (Foto: K. Chamberlain, Ohio St. Univ.)
Stechapfel-Samen und -Frucht (Foto: IRS)

 

Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:

Redaktion, LIZ Koordinationsstelle
Tel. (0221) 4980-640


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Website: http://www.liz-online.de

Published: August 5, 2016

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